Pressemitteilung: BDB-Falt­blatt „Da­ten & Fak­ten 2016/2017“ - Gü­ter­men­gen auf deut­schen Was­ser­stra­ßen blei­ben sta­bil

BDB-Falt­blatt „Da­ten & Fak­ten 2016/2017“ - Gü­ter­men­gen auf deut­schen Was­ser­stra­ßen blei­ben sta­bil

5. September 2017

Der Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) hat in sei­ner ak­tu­el­len Aus­ga­be des sta­tis­ti­schen Falt­blat­tes „Da­ten & Fak­ten“ wie­der die we­sent­li­chen Kenn­zah­len zum Bin­nen­schiff­fahrts­ge­wer­be zu­sam­men­ge­tra­gen.

Die be­för­der­te Gü­ter­men­ge auf den deut­schen Was­ser­stra­ßen lag im Jahr 2016, das wie­der von län­ger an­hal­ten­den Nied­rig­was­ser­pe­ri­oden ge­prägt war, mit ins­ge­samt 221,4 Mio. t ex­akt auf dem Ni­veau des Vor­jah­res, wo­bei die Ver­kehrs­leis­tung um 1,8 % auf 54,3 Mrd. tkm ge­sun­ken ist.

Die trans­port­stärks­te Re­gi­on war das Rhein­ge­biet mit 187,0 Mio. t (+ 0,7 %), ge­folgt vom west­deut­schen Ka­nal­ge­biet mit 40,3 Mio. t (+ 2,3%) und dem Mit­tel­land­ka­nal mit 21,1 Mio. t (- 2,8 %). Gü­ter­zu­wäch­se gab es auf dem Main (+ 4,7 %; 15,6 Mio. t) und im We­ser­ge­biet (+ 2,4 %; 8,4 Mio. t), wäh­rend ins­be­son­de­re auf der Mo­sel (- 11,1 %; 9,6 Mio. t), auf der deut­schen Do­nau (- 7,0 %; 5,3 Mio. t) und im El­be­ge­biet (- 6,3 %, 17,9 Mio. t) Ton­na­ge­rück­gän­ge ver­zeich­net wur­den.

Bei der Be­trach­tung der ein­zel­nen Gü­ter­seg­men­te er­ga­ben sich kei­ne nen­nens­wer­ten Ver­schie­bun­gen ge­gen­über dem Vor­jahr. Be­son­ders häu­fig wur­den die tra­di­tio­nel­len Gü­ter­grup­pen „Erze, Stei­ne, Er­den“ (54,9 Mio. t, 24,8 % An­teil am Gü­ter­mix), „Ko­ke­rei- und Mi­ne­ral­öl­er­zeug­nis­se“ (37,3 Mio. t, 16,9 %), „Koh­le, ro­hes Erd­öl, Erd­gas“ (34,1 Mio. t, 15,4 %) so­wie „Che­mi­sche Er­zeug­nis­se“ (26,1 Mio. t, 11,8 %) über den Was­ser­weg trans­por­tiert. Si­gni­fi­kan­te Ver­än­de­run­gen in­ner­halb der trans­por­tier­ten Gü­ter­grup­pen er­ga­ben sich im Ver­gleichs­zeit­raum nicht. Zu­nah­men wur­den in der Ka­te­go­rie „Che­mi­sche Er­zeug­nis­se“ (+ 4,8 %) und „Sons­ti­ge Pro­duk­te“ (+ 7,8 %) re­gis­triert. Wei­ter­hin po­si­tiv ent­wi­ckel­te sich der Con­tai­ner­ver­kehr. So stieg die An­zahl der über die deut­schen Was­ser­stra­ßen trans­por­tier­ten Bo­xen auf 2,45 Mio. TEU (+ 2,5 %).

Die Stär­ke der deut­schen Bin­nen­flot­te ging ge­gen­über dem Vor­jahr leicht zu­rück. Zum Stich­tag 31. De­zem­ber 2016 wa­ren im deut­schen Bin­nen­schiffs­re­gis­ter 1.978 Fahr­zeu­ge für den Trans­port flüs­si­ger und tro­cke­ner Gü­ter ein­ge­tra­gen (- 21 Ein­hei­ten). Hin­zu kom­men 70 Bun­ker­boo­te (- 10), 117 Schlep­per (+ 2) und 299 Schub­boo­te (+ 3). Die deut­sche Fahr­gast­schiff­fahrt bil­det wei­ter­hin die größ­te „Wei­ße Flot­te“ Eu­ro­pas mit 981 Ta­ges­aus­flugs­schif­fen (- 2) und 62 Fahr­gast­ka­bi­nen­schif­fen (+ 2). Die Per­so­nen­ka­pa­zi­tät lag bei 206.376, die Bet­ten­ka­pa­zi­tät bei 9.006.

Die An­zahl der Un­ter­neh­men in der ge­werb­li­chen Bin­nen­schiff­fahrt sank von 923 im Jahr 2014 auf 884 im Jahr 2015. Da­von wa­ren 402 Un­ter­neh­men in der Tro­cken­gü­ter­schiff­fahrt, 138 in der Tank­schiff­fahrt, 40 in der Schub- und Schlepp­schiff­fahrt so­wie 319 in der Per­so­nen­schiff­fahrt tä­tig. Die Be­schäf­tig­ten­zahl sank im glei­chen Zeit­raum von 6.878 auf 6.809, wo­bei der Um­satz von 1,564 Mrd. Euro auf 1,625 Mrd. Euro ge­stei­gert wer­den konn­te.

Das Falt­blatt ist in der di­gi­ta­len Ver­si­on die­ser Pres­se­mit­tei­lung bei­ge­fügt und steht au­ßer­dem im In­ter­net­an­ge­bot des BDB (www.binnenschiff.de, Ru­brik „Ser­vice“) zum Down­load be­reit. Die ge­druck­te Fas­sung kann über die BDB-Ge­schäfts­stel­le be­zo­gen wer­den.

Hin­weis: Der BDB führt kei­ne ei­ge­ne Da­ten­er­he­bung durch, son­dern greift für die­se Ver­öf­fent­li­chung auf Ma­te­ri­al des sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes, des Bun­des­am­tes für Gü­ter­ver­kehr und der Zen­tra­len Bin­nen­schiffs­be­stands­da­tei bei der Was­ser­stra­ßen- und Schiff­fahrts­ver­wal­tung des Bun­des zu­rück. Für die Rich­tig­keit der An­ga­ben kann da­her kei­ne Ge­währ über­nom­men wer­den.

 

Über den BDB e.V.:

Der 1974 ge­grün­de­te Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) ver­tritt die ge­mein­sa­men ge­werb­li­chen In­ter­es­sen der Un­ter­neh­mer in der Gü­ter- so­wie der Fahr­gast­schiff­fahrt ge­gen­über Po­li­tik, Ver­wal­tung und sons­ti­gen In­sti­tu­tio­nen. Mit­glie­der des BDB sind des­halb Par­ti­ku­lie­re, Ree­de­rei­en und Ge­nos­sen­schaf­ten. Auch För­der­mit­glie­der un­ter­stüt­zen die Ar­beit des BDB. Der Ver­band mit Sitz in Duis­burg und Re­prä­sen­tanz in Ber­lin be­zieht Stel­lung zu ver­kehrs­po­li­ti­schen Fra­gen und bringt sich ak­tiv in die Ge­stal­tung der wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ein. Seit der Fu­si­on mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band (AdB) im Jahr 2013 ver­tritt der BDB auch die Be­lan­ge der Ver­bands­mit­glie­der in ar­beits-, ta­rif- und so­zi­al­recht­li­chen so­wie per­so­nal-, so­zi­al- und bil­dungs­po­li­ti­schen An­ge­le­gen­hei­ten und ist Ta­rif­ver­trags­part­ner der Ge­werk­schaft Ver­di. Der BDB be­treibt das in Duis­burg vor An­ker lie­gen­de Schul­schiff „Rhein“ – eine eu­ro­pa­weit ein­zig­ar­ti­ge Aus-, Fort- und Wei­ter­bil­dungs­ein­rich­tung für das Bin­nen­schiff­fahrts­ge­wer­be.