Pressemitteilung: Fei­er­li­ches Ju­bi­lä­um des Main-Do­nau-Ka­nals - 25 Jah­re Ver­bin­dung zwi­schen Nord­see und Schwar­zem Meer

Fei­er­li­ches Ju­bi­lä­um des Main-Do­nau-Ka­nals - 25 Jah­re Ver­bin­dung zwi­schen Nord­see und Schwar­zem Meer

11. September 2017

Mit ei­ner Be­rei­sungs­fahrt durch das Alt­mühl­tal wur­de am 8. Sep­tem­ber 2017 auf Ein­la­dung der Baye­ri­schen Staats­kanz­lei und in An­we­sen­heit von Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Do­b­rindt und Joa­chim Herr­mann, Baye­ri­scher Staats­mi­nis­ter des In­nern, für Bau und Ver­kehr, das 25-jäh­ri­ge Be­stehen des Main-Do­nau-Ka­nals ge­fei­ert. Für das Bin­nen­schiff­fahrts­ge­wer­be nah­men Mar­tin Staats (MSG eG), Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB), so­wie BDB-Vi­ze­prä­si­dent Fried­rich Wei­gert (Küh­ne + Na­gel Eu­ro­ship­ping GmbH) und BDB-Vor­stands­mit­glied An­dre­as Di­cke (Ba­va­ria Schif­fahrts- und Spe­di­ti­ons-AG) an der Ver­an­stal­tung teil.

An­läss­lich des Ka­nal­ju­bi­lä­ums be­tont BDB-Prä­si­dent Mar­tin Staats: „Der Main-Do­nau-Ka­nal hat die Lü­cke zwi­schen der Nord­see und dem Schwar­zen Meer end­lich ge­schlos­sen und Wa­ren­trans­por­te über das Was­ser in­ner­halb Eu­ro­pas da­mit durch­läs­si­ger ge­macht. Er ist nicht nur eine gro­ße was­ser­bau­li­che Leis­tung, son­dern auch be­son­ders wich­tig für die Si­che­rung des Wohl­stan­des in Bay­ern“.

Eine Wür­di­gung der am 25. Sep­tem­ber 1992 für den Ver­kehr frei­ge­ge­be­nen 171 km lan­gen Bun­des­was­ser­stra­ße, die den Main bei Bam­berg mit der Do­nau in Kel­heim ver­bin­det, ist mehr als an­ge­mes­sen, war der Ka­nal mit 32 Jah­ren Bau­zeit schließ­lich ein wah­res „Mam­mut­pro­jekt“. Dies wird auch an­hand der Tat­sa­che deut­lich, dass seit­dem in Deutsch­land kein Was­ser­stra­ßen­pro­jekt in an­nä­hernd die­ser Grö­ßen­ord­nung mehr um­ge­setzt wur­de. Im Schnitt wer­den seit 1992 jähr­lich 6,7 Mio. t Gü­ter über den Ka­nal be­för­dert – in der Spit­ze so­gar knapp 9 Mio. t – wo­mit die da­ma­li­gen Er­war­tun­gen vor dem Bau deut­lich über­trof­fen wur­den. Der Ka­nal spielt im deut­schen und eu­ro­päi­schen Was­ser­stra­ßen­netz ins­be­son­de­re beim Trans­port von Mas­sen­gü­tern wie Nah­rungs- und Fut­ter­mit­teln (28 % An­teil am Gü­ter­mix im Jahr 2016), Dün­ge­mit­teln (16 %), land- und forst­wirt­schaft­li­chen Er­zeug­nis­sen (15 %) so­wie Ei­sen, Stahl und an­de­ren Me­tal­len (12 %) eine ge­wich­ti­ge Rol­le.

Au­ßer­dem trägt die künst­li­che Was­ser­stra­ße, die sich in das Land­schafts­bild vor­bild­lich ein­fügt, mit sei­nem Frei­zeit- und Er­ho­lungs­wert auch zu ei­ner Auf­wer­tung der ört­li­chen Tou­ris­mus­re­gio­nen bei. So stieg u.a. die An­zahl der Fahr­gast­ka­bi­nen­schif­fe, die über den Ka­nal fah­ren, seit sei­ner Er­öff­nung kon­ti­nu­ier­lich an.

Wäh­rend der Ver­an­stal­tung zum 25-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um des Main-Do­nau-Ka­nals ha­ben Mar­tin Staats, An­dre­as Di­cke so­wie Joa­chim Zim­mer­mann (bay­ern­ha­fen Grup­pe), Prä­si­di­ums­mit­glied des Bun­des­ver­ban­des Öf­fent­li­cher Bin­nen­hä­fen e.V. (BÖB), mit Bun­des­mi­nis­ter Alex­an­der Do­b­rindt und Staats­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann ein Ge­spräch über die Be­deu­tung des Ver­kehrs­trä­gers Bin­nen­schiff­fahrt auf der Main-Do­nau-Ach­se ge­führt. Hier­in adres­sier­te der BDB-Prä­si­dent auch und nicht zu­letzt als Ver­tre­ter ei­nes in die­ser Re­gi­on an­säs­si­gen Un­ter­neh­mens an die bei­den Mi­nis­ter: „Das steu­er­fi­nan­zier­te Ge­schenk der Tras­sen­preis­re­du­zie­rung bei der Gü­ter­bahn wird zu Las­ten der Bin­nen­schiff­fahrt ge­hen. Schon heu­te be­fin­den sich die­se bei­den Ver­kehrs­trä­ger in ei­nem Wett­be­werb um ähn­li­che Gü­ter­grup­pen. Es ist so­mit zu er­war­ten, dass durch die Sen­kung der Tras­sen­prei­se kei­ne Ver­la­ge­rung von der Schie­ne auf die Stra­ße statt­fin­det, son­dern viel­mehr eine Kan­ni­ba­li­sie­rung der Bin­nen­schiff­fahrts­ton­na­gen.“ In dem Ge­spräch wur­de auch der „Mas­ter­plan Gü­ter­bin­nen­schiff­fahrt“, das ak­tu­el­le For­de­rungs­pa­pier des BDB, das sich eben­falls mit den Fol­gen der Tras­sen­preis­re­duk­ti­on be­fasst, the­ma­ti­siert. „Das Ge­wer­be for­dert die Ab­schaf­fung der Schiff­fahrts­ab­ga­ben als (Teil-)Kompensation für die Men­gen, die auf­grund der Tras­sen­preis­re­duk­ti­on für die Bin­nen­schiff­fahrt mit Si­cher­heit weg­bre­chen wer­den“, so Mar­tin Staats.

Bild­un­ter­schrift:
Der Main-Do­nau-Ka­nal, der so­wohl für die Gü­ter­bin­nen­schiff­fahrt als auch für die Fahr­gast­schiff­fahrt eine wich­ti­ge Bun­des­was­ser­stra­ße ist, fei­ert in die­sem Jahr sein 25-jäh­ri­ges Be­stehen.

Das Co­py­right liegt bei der WSV.

Über den BDB e.V.:

Der 1974 ge­grün­de­te Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) ver­tritt die ge­mein­sa­men ge­werb­li­chen In­ter­es­sen der Un­ter­neh­mer in der Gü­ter- so­wie der Fahr­gast­schiff­fahrt ge­gen­über Po­li­tik, Ver­wal­tung und sons­ti­gen In­sti­tu­tio­nen. Mit­glie­der des BDB sind des­halb Par­ti­ku­lie­re, Ree­de­rei­en und Ge­nos­sen­schaf­ten. Auch För­der­mit­glie­der un­ter­stüt­zen die Ar­beit des BDB. Der Ver­band mit Sitz in Duis­burg und Re­prä­sen­tanz in Ber­lin be­zieht Stel­lung zu ver­kehrs­po­li­ti­schen Fra­gen und bringt sich ak­tiv in die Ge­stal­tung der wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ein. Seit der Fu­si­on mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band (AdB) im Jahr 2013 ver­tritt der BDB auch die Be­lan­ge der Ver­bands­mit­glie­der in ar­beits-, ta­rif- und so­zi­al­recht­li­chen so­wie per­so­nal-, so­zi­al- und bil­dungs­po­li­ti­schen An­ge­le­gen­hei­ten und ist Ta­rif­ver­trags­part­ner der Ge­werk­schaft Ver­di. Der BDB be­treibt das in Duis­burg vor An­ker lie­gen­de Schul­schiff „Rhein“ – eine eu­ro­pa­weit ein­zig­ar­ti­ge Aus-, Fort- und Wei­ter­bil­dungs­ein­rich­tung für das Bin­nen­schiff­fahrts­ge­wer­be.