Pressemitteilung: Bun­des­haus­halt 2018 be­schlos­sen - BDB freut sich über mehr Per­so­nal in der Schiff­fahrts­ver­wal­tung

Bun­des­haus­halt 2018 be­schlos­sen - BDB freut sich über mehr Per­so­nal in der Schiff­fahrts­ver­wal­tung

28. Juni 2018

Knapp 80 zu­sätz­li­che Stel­len wur­den vom Haus­halts­aus­schuss im Bun­des­tag für die im Be­reich des Fach­pla­nungs­per­so­nals ex­trem un­ter­be­setz­te Was­ser­stra­ßen- und Schiff­fahrts­ver­wal­tung des Bun­des (WSV) be­wil­ligt. Das ist das Er­geb­nis der Be­rei­ni­gungs­sit­zung zum Bun­des­haus­halt 2018, die in der Nacht zum Don­ners­tag in Ber­lin statt­fand.

Der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ma­thi­as Stein und die CDU/C­SU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Eck­hardt Reh­berg und Rü­di­ger Kru­se tei­len mit:

34,5 Stel­len ent­fal­len auf das Ge­samt­kon­zept Elbe, da­von je zwei für die Bun­des­an­stalt für Was­ser­bau (BAW) und die Bun­des­an­stalt für Ge­wäs­ser­kun­de (BfG). CDU/CSU und SPD re­agie­ren zu­dem auf den Man­gel an Pla­nungs­per­so­nal und ver­stär­ken die WSV um 15 In­ge­nieur­stel­len. Für In­stand­hal­tungs- und In­ves­ti­ti­ons­maß­nah­men, die im ge­sam­ten deut­schen Was­ser­stra­ßen­netz drin­gend ge­tä­tigt wer­den müs­sen, gibt es wei­te­re 30 neue Stel­len, je zehn bei der WSV, der BAW und der BfG. Au­ßer­dem wur­den in der Sit­zung 21 neue Stel­len für Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jek­te mit dem Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um, un­ter an­de­rem zum Hoch­was­ser­schutz, be­wil­ligt, die je­weils auf die Dau­er der Auf­ga­be be­fris­tet sind.

„Un­ser Wer­ben für mehr Fach­pla­ner in der WSV zeigt end­lich Wir­kung. Die Haus­häl­ter ha­ben ver­stan­den, dass im Be­reich sys­tem­kri­ti­scher Bau­wer­ke an den Bun­des­was­ser­stra­ßen al­ler­höchs­ter Hand­lungs­be­darf be­steht. Die ma­ro­den Schleu­sen am We­sel-Dat­teln-Ka­nal, wo 20 Mio. t Gü­ter pro Jahr ge­schleust wer­den und die sich seit An­fang des Jah­res zum ech­ten Na­del­öhr ent­wi­ckelt ha­ben, sind ein pro­mi­nen­tes Bei­spiel für den Hand­lungs­be­darf, der sich auch im sog. In­fra­struk­tur­zu­stands­be­richt des Bun­des nach­le­sen lässt“, er­klärt Mar­tin Staats (MSG eG, Würz­burg), Prä­si­dent des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB).

Nun müs­se al­ler­dings ge­schaut wer­den, wo das zu­sätz­li­che Per­so­nal in der Ver­wal­tung zu­künf­tig kon­kret in Ein­satz ge­bracht wird: „Die in die­ser Wo­che be­wil­lig­ten Stel­len kön­nen bei ei­nem Be­darf von rund 500 In­ge­nieu­ren nur der An­fang sein“, so Mar­tin Staats.

Eben­falls er­freu­lich ist, dass der Bund die um­welt­freund­li­che bord­sei­ti­ge und mo­bi­le Land­strom­ver­sor­gung von See- und Bin­nen­schif­fen im Jahr 2018 för­dern wird.

 

Bild­un­ter­schrift:
Im Zu­sam­men­hang mit dem Bau der zwei­ten Schleu­sen­kam­mern an der Mo­sel wur­de im Fe­bru­ar 2018 an der Schleu­se Trier das 60 Ton­nen schwe­re Ober­tor ein­ge­ho­ben.
© WSV

 

 

Über den BDB e.V.:

Der 1974 ge­grün­de­te Bun­des­ver­band der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V. (BDB) ver­tritt die ge­mein­sa­men ge­werb­li­chen In­ter­es­sen der Un­ter­neh­mer in der Gü­ter- so­wie der Fahr­gast­schiff­fahrt ge­gen­über Po­li­tik, Ver­wal­tung und sons­ti­gen In­sti­tu­tio­nen. Mit­glie­der des BDB sind des­halb Par­ti­ku­lie­re, Ree­de­rei­en und Ge­nos­sen­schaf­ten. Auch För­der­mit­glie­der un­ter­stüt­zen die Ar­beit des BDB. Der Ver­band mit Sitz in Duis­burg und Re­prä­sen­tanz in Ber­lin be­zieht Stel­lung zu ver­kehrs­po­li­ti­schen Fra­gen und bringt sich ak­tiv in die Ge­stal­tung der wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ein. Seit der Fu­si­on mit dem Ar­beit­ge­ber­ver­band (AdB) im Jahr 2013 ver­tritt der BDB auch die Be­lan­ge der Ver­bands­mit­glie­der in ar­beits-, ta­rif- und so­zi­al­recht­li­chen so­wie per­so­nal-, so­zi­al- und bil­dungs­po­li­ti­schen An­ge­le­gen­hei­ten und ist Ta­rif­ver­trags­part­ner der Ge­werk­schaft Ver­di. Der BDB be­treibt das in Duis­burg vor An­ker lie­gen­de Schul­schiff „Rhein“ – eine eu­ro­pa­weit ein­zig­ar­ti­ge Aus-, Fort- und Wei­ter­bil­dungs­ein­rich­tung für das Bin­nen­schiff­fahrts­ge­wer­be.