Pressemitteilung: Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheu­er zu Gast bei BDB und BÖB in Ber­lin - Schnel­le Um­set­zung der an­ge­kün­dig­ten Maß­nah­men zur Stär­kung der Schiff­fahrt

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheu­er zu Gast bei BDB und BÖB in Ber­lin - Schnel­le Um­set­zung der an­ge­kün­dig­ten Maß­nah­men zur Stär­kung der Schiff­fahrt

20. April 2018

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheu­er hat eine schnel­le Um­set­zung der vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men zur Stär­kung der Schiff­fahrt an­ge­kün­digt. Das Ver­fah­ren zur Auf­he­bung der Schiff­fahrts­ab­ga­ben wird zü­gig ein­ge­lei­tet. Das Pro­gramm zur nach­hal­ti­gen Mo­der­ni­sie­rung der Bin­nen­schiff­fahrt wird deut­lich aus­ge­baut und im För­der­vo­lu­men mas­siv er­höht. Und der „Mas­ter­plan Bin­nen­schiff­fahrt“, der auf In­itia­ti­ve des BDB im Ko­ali­ti­ons­ver­trag der Bun­des­re­gie­rung auf­ge­nom­men wur­de, wird nun in An­griff ge­nom­men, und zwar „im part­ner­schaft­li­chen Dia­log mit Ih­nen“, wie Mi­nis­ter Scheu­er ge­gen­über dem Prä­si­den­ten des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Bin­nen­schiff­fahrt e.V., Mar­tin Staats (MSG, Würz­burg), be­ton­te.

Das sind drei wich­ti­ge und äu­ßerst er­freu­li­che Er­geb­nis­se der ge­mein­sa­men Ver­an­stal­tung des Bin­nen­schiff­fahrts­ver­ban­des BDB und des Bin­nen­ha­fen­ver­ban­des BÖB am 18. April 2018 in Ber­lin. „Die Bin­nen­schiff­fahrt ist sys­tem­re­le­vant“, be­ton­te Mi­nis­ter Scheu­er vor rund 180 Gäs­ten. Und wie wich­tig sei­nem Haus die­ser Ver­kehrs­trä­ger ist, zeig­te sich be­reits an dem Um­stand, dass der Mi­nis­ter in Be­glei­tung meh­re­rer lei­ten­der Be­am­ter sei­nes Hau­ses und des zu­stän­di­gen Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tärs Enak Fer­le­mann zum Ge­wer­be sprach.

Groß ist al­ler­dings auch der Hand­lungs­druck im Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um, um der von Wirt­schaft, Po­li­tik und Um­welt­ver­tre­tern ge­woll­ten Ver­la­ge­rung von mehr Gü­tern auf das Was­ser zum Er­folg zu ver­hel­fen und die At­trak­ti­vi­tät der Bin­nen­schiff­fahrt zu stei­gern: Die Schleu­sen an den Flüs­sen und Ka­nä­len sind zu­neh­mend bau­fäl­lig. Eng­päs­se ent­ste­hen und die Leis­tungs­fä­hig­keit des Sys­tems lei­det. BDB-Prä­si­dent Mar­tin Staats ver­deut­lich­te das am Bei­spiel des We­sel-Dat­teln-Ka­nals, nach dem Rhein mit ei­nem Trans­port­vo­lu­men von 20 Mio. Ton­nen die wich­tigs­te Was­ser­stra­ße in Eu­ro­pa. Dort sind seit knapp 30 Jah­ren die not­wen­di­gen Sa­nie­run­gen der Schleu­sen be­kannt. Pas­siert ist seit­dem nichts. Nun müs­sen Sper­run­gen er­fol­gen und Schif­fe ste­hen zwölf und mehr Stun­den im Stau. Zehn Jah­re soll die Sa­nie­rung der sechs Schleu­sen dau­ern. Da stellt sich die Fra­ge, wann im Ruhr­ge­biet die Ver­sor­gungs­lo­gis­tik kol­la­biert und sprich­wört­lich „die Lich­ter aus­ge­hen“.

Trotz des In­ves­ti­ti­ons­staus kön­nen je­des Jahr zur Ver­fü­gung ste­hen­de Be­trä­ge in Mil­lio­nen­hö­he nicht „ver­baut“ wer­den, weil im öf­fent­li­chen Dienst im­mer noch die In­ge­nieu­re feh­len, um we­nigs­tens die drin­gends­ten Sa­nie­run­gen in An­griff zu neh­men. Der Vor­schlag des BDB: Die Ver­wal­tung muss fle­xi­bel blei­ben. In­ge­nieu­re, die jüngst ex­klu­siv für ein ein­zel­nes Aus­bau­pro­jekt an­ge­stellt wur­den, soll­ten im ge­sam­ten Bun­des­ge­biet ein­ge­setzt und tä­tig wer­den dür­fen. In­ge­nieu­re der Pri­vat­wirt­schaft könn­ten wert­vol­le Un­ter­stüt­zung leis­ten.

Neue Um­welt­auf­la­gen und hohe In­ves­ti­tio­nen zur Mo­der­ni­sie­rung der Flot­te stel­len die Bin­nen­schiff­fahrt vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. BDB-Prä­si­dent Staats lobt des­halb die Ab­sich­ten der Re­gie­rung, die Schiff­fahrt für die Kun­den at­trak­ti­ver zu ma­chen und mit ge­ziel­ten Maß­nah­men die Um­welt­bi­lanz zu ver­bes­sern: „Die Ab­schaf­fung der Schiff­fahrts­ab­ga­ben be­grü­ßen wir und die Kun­den der Schiff­fahrt au­ßer­or­dent­lich. Glei­ches gilt für die An­kün­di­gung ei­ner ra­di­kal ver­bes­ser­ten För­de­rung von emis­si­ons­ar­men Mo­to­ren und Ab­gas­rei­ni­gungs­an­la­gen und die Un­ter­stüt­zung bei der Um­set­zung neu­er Tech­no­lo­gi­en. Die in der Re­gel fa­mi­li­en­geführ­ten Un­ter­neh­men sind auf Un­ter­stüt­zung bei die­sem not­wen­di­gen Mo­der­ni­sie­rungs­pro­zess an­ge­wie­sen“, so Staats.

„Ger­ne neh­men wir Ihr An­ge­bot an, ge­mein­sam mit dem Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um den Mas­ter­plan Bin­nen­schiff­fahrt aus­zu­ar­bei­ten, der in­halt­lich auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te Maß­nah­men zur Stär­kung der Schiff­fahrt ent­hal­ten wird. Un­se­re Idee des Mas­ter­plans liegt Ih­rem Haus ja be­reits seit ei­ni­ger Zeit als zwölf­sei­ti­ger Ent­wurf vor und stellt eine sinn­vol­le und not­wen­di­ge Er­gän­zung zum Mas­ter­plan Schie­nen­gü­ter­ver­kehr und zum Na­tio­na­len Ha­fen­kon­zept des Bun­des dar“, er­klär­te Prä­si­dent Staats ge­gen­über dem Ver­kehrs­mi­nis­ter Scheu­er.

 

 Bild­un­ter­schrift:

Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheu­er (vor­ne, Mit­te) war zu Gast bei BDB und BÖB in Ber­lin. Emp­fan­gen wur­de er von (v.l.n.r.) BÖB-Vi­ze­prä­si­dent Joa­chim Zim­mer­mann, BÖB-Ge­schäfts­füh­rer Bo­ris Klu­ge, BDB-Ge­schäfts­füh­rer Jens Schwa­nen und BDB-Prä­si­dent Mar­tin Staats.

 Hin­weis: Das Co­py­right liegt bei Lau­rin Schmid

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