„Daten & Fakten 2025/2026“ – Binnenschifffahrt transportiert knapp 172 Mio. t Güter auf deutschen Wasserstraßen

Der BDB hat als besonderen Service wieder die aktuellen Kennzahlen zur Lage des deutschen Binnenschifffahrtsgewerbes in seiner statistischen Broschüre „Daten & Fakten“ zusammengetragen.

Im Jahr 2025 wurden 171,6 Mio. t Güter auf den deutschen Wasserstraßen transportiert. Dies bedeutet einen Rückgang von 1,3 % gegenüber dem Vorjahr (173,8 Mio. t) und entspricht einer Verkehrsleistung von 42,7 Mrd. tkm (- 1,8 %). Der Containerverkehr lag mit 1,88 Mio. TEU fast exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil an im deutschen Binnenschiffsregister eingetragenen Fahrzeugen auf deutschen Wasserstraßen erhöhte sich im Jahr 2025 auf 31,7 % (2024: 31,3 %).

Bei der Betrachtung der einzelnen Fahrtgebiete gab es gegenüber dem Vorjahr keine signifikanten Verschiebungen: Mit 146,7 Mio. t dominierte das Rheingebiet (- 1,8 %), gefolgt vom westdeutschen Kanalgebiet mit 34,2 Mio. t (+ 3,9 %), dem Mittellandkanalgebiet mit 17,1 Mio. t (+ 3,6 %), dem Elbegebiet mit 12,4 Mio. t (+ 1,8 %) und dem Wesergebiet mit 6,6 Mio. t (+4,3 %). Zuwächse gab es auch auf den Berliner Wasserstraßen (2,1 Mio. t; + 9,7 %), während sich das Donaugebiet (3,8 Mio. t; – 7,1 %) und der Gütertransport auf den Wasserstraßen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (1,2 Mio. t; – 21,4 %) rückläufig entwickelten.

Am häufigsten den Weg auf das Binnenschiff fanden Güter aus den Güterabteilungen „Erze, Steine, Erden, sonstige Bergbauerzeugnisse“ (42,3 Mio. t; – 5,8 %), „Kokerei- und Mineralölerzeugnisse“ (33,3 Mio. t; – 3,6 %), „Chemische Erzeugnisse“ (19,3 Mio. t; – 1,5%) und „Kohle, rohes Erdöl, Erdgas“ (16,1 Mio. t; + 6 %). Damit wurde das Geschäft überwiegend von trockenen Massengütern (92,5 Mio. t) und flüssigen Massengütern (49 Mio. t) geprägt.

Die Anzahl der Auszubildenden in der Binnenschifffahrt entwickelte sich erneut positiv, womit der Trend der Vorjahre bestätigt wurde: Im noch recht neuen Ausbildungsberuf „Binnenschifffahrtskapitän/in“ bestanden 163 Ausbildungsverträge und damit 33 mehr als im Vorjahr. 78 Verträge wurden neu abgeschlossen. Dazu kommen 230 Ausbildungsverhältnisse (2024: 231) im Ausbildungsberuf „Binnenschiffer/in“, von denen 107 neu abgeschlossen wurden. Unter dem Strich strebten demnach im Jahr 2025 393 Personen eine berufliche Perspektive in der Binnenschifffahrt über den Weg der Berufsausbildung an.

Die Broschüre „Daten & Fakten 2025/2026“, in der Sie u.a. auch Angaben zur Entwicklung der Beschäftigung und des Umsatzes im Gewerbe, der deutschen Binnenflotte sowie dem Gesamtgüterverkehr finden, steht unter dem folgenden Link zum Download bereit:

Daten & Fakten – BDB

 

Bild:

Die Binnenschifffahrt in Zahlen –informativ und übersichtlich in der aktuellen Ausgabe von „Daten & Fakten“.

 

 

Über den BDB e.V.:

Der 1974 gegründete Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) setzt sich für die verkehrs- und gewerbepolitischen Interessen der Unternehmer in der Güter- und Fahrgastschifffahrt gegenüber Politik, Verwaltung und sonstigen Institutionen ein. Der Verband mit Sitz in Duisburg und Repräsentanz in Berlin vertritt seine Mitglieder außerdem in sämtlichen arbeits- und sozialrechtlichen sowie bildungspolitischen Angelegenheiten und ist Tarifvertragspartner der Gewerkschaft Verdi. Er ist Gründungsmitglied des Europäischen Schifffahrtsverbandes EBU. Mitglieder des BDB sind Reedereien, Genossenschaften und Partikuliere, nationale und internationale See- und Binnenhäfen, wissenschaftliche Einrichtungen, Verbände sowie gewerbenahe Dienstleistungsunternehmen. Mit dem Schulschiff „Rhein“ betreibt der BDB eine europaweit einzigartige Aus- und Weiterbildungseinrichtung für das Schifffahrts- und Hafengewerbe.