Notbetrieb an der Mosel-Schleuse St. Aldegund eingerichtet – BDB dankt Mitarbeitenden der WSV für vorbildlichen Einsatz

An der durch eine schwere Toranfahrung am 2. Juli beschädigten Schleuse St. Aldegund an der Mosel finden seit dem Wochenende wieder Schleusungen statt. Dem zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Mosel-Saar-Lahn ist es gelungen, binnen weniger Tage einen Notbetrieb herzustellen, um die zeitweise rund 50 in dem Bereich festsitzenden Schiffe zu befreien. Nachdem die Schleusungen Richtung Rhein bereits abgeschlossen werden konnten, laufen derzeit die Schleusungen zu Berg, um den verbliebenen Schiffen die Weiterfahrt zu ermöglichen.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) bedankt sich aus diesem Anlass bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) und insbesondere bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Mosel-Saar-Lahn für den erneut vorbildlichen Einsatz zur Wiederherstellung der durchgängigen Moselschifffahrt.

„Dass es dem zuständigen WSA, wie bereits nach dem Schiffsunfall an der Schleuse Müden Ende vergangenen Jahres, wieder gelungen ist, in kürzester Zeit einen Notbetrieb zur Befreiung der festsitzenden Schiffe einzurichten, verdient höchste Anerkennung. So konnte erneut eine längere Nichtpassierbarkeit der international bedeutenden Wasserstraße Mosel vermieden werden. Wir hoffen nun, dass das beschädigte Untertor schnell ersetzt und die Schleuse St. Aldegund wieder in den regulären Betrieb gehen kann“, erklärt BDB-Vorstandsmitglied Martin Staats (MSG eG, Würzburg).

Der BDB stellt nach der jüngsten Schleusenanfahrung, bei der wie in Müden eine Einkammer-Schleuse betroffen war, fest, dass der seit über 20 Jahren beschlossene und als „Vorhaben des vordringlichen Bedarfs“ in den Bundesverkehrswegeplänen und Ausbaugesetzen des Bundes verankerte Ausbau der Moselschleusen schnellstmöglich realisiert werden muss. Die Tatsache, dass erst drei der zehn Schleusenstandorte über eine zweite Kammer verfügen, zeigt, dass eine Beschleunigung der Umsetzung dringend geboten ist.

„Hätten die bei den Unfällen beschädigten Schleusen Müden und St. Aldegund bereits über diese Redundanz verfügt, wäre die Schifffahrt von Anfang an zwar behindert, aber nicht vollständig blockiert worden“, betont Martin Staats.

 

Bild:

Einfahrt des ersten Güterschiffs in die Schleuse St. Aldegund am 8. Juli im Rahmen der Notschleusungen zu Berg.

Das Copyright des Fotos liegt beim WSA Mosel-Saar- Lahn.


Über den BDB e.V.:

Der 1974 gegründete Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) setzt sich für die verkehrs- und gewerbepolitischen Interessen der Unternehmer in der Güter- und Fahrgastschifffahrt gegenüber Politik, Verwaltung und sonstigen Institutionen ein. Der Verband mit Sitz in Duisburg und Repräsentanz in Berlin vertritt seine Mitglieder außerdem in sämtlichen arbeits- und sozialrechtlichen sowie bildungspolitischen Angelegenheiten und ist Tarifvertragspartner der Gewerkschaft Verdi. Er ist Gründungsmitglied des Europäischen Schifffahrtsverbandes EBU. Mitglieder des BDB sind Reedereien, Genossenschaften und Partikuliere, nationale und internationale See- und Binnenhäfen, wissenschaftliche Einrichtungen, Verbände sowie gewerbenahe Dienstleistungsunternehmen. Mit dem Schulschiff „Rhein“ betreibt der BDB eine europaweit einzigartige Aus- und Weiterbildungseinrichtung für das Schifffahrts- und Hafengewerbe.