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Schwergut in der Binnenschifffahrt boomt

Schwergut, (c) by BDB

Das Binnenschiff ist „gut für alle Güter“. Erze, Steine, Erden, Kohle und Mineralölerzeugnisse bilden zusammen mit den chemischen Erzeugnissen den Hauptbestandteil der transportierten Güter. Zunehmendes Gewicht erhält jedoch neben dem Transport von Containern im wahrsten Wortsinne auch der Transport von Schwergut.

Die 10-Jahres-Statistik der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zur Entwicklung des Großraum- und Schwergutverkehrs auf den abgabenpflichtigen Wasserstraßen, also ohne Rhein, Donau und Elbe, zeigt: Wurden im Jahr 2003 noch rund 215.000 Tonnen Schwergut auf deutschen Flüssen und Kanälen transportiert, waren es im Jahr 2012 bereits über 572.000 Tonnen. Die Halbjahresstatistik 2013 lässt erkennen, dass in diesem Jahr die 600.000-Tonnen-Marke „geknackt“ wird, was eine knappe Verdreifachung in zehn Jahren darstellen wird. Zugenommen hat dabei auch die durchschnittliche Transportstrecke: Lag diese 2003 bei 202 Kilometern, waren es im Jahr 2012 bereits 324 Kilometer.

Würde die Statistik sämtliche Wasserstraßen umfassen, z.B. den Rhein mit seinen in großen Teilen außerordentlich guten Fahrbedingungen, würde sich mit Sicherheit ein noch deutlich imposanteres Bild ergeben. (js)